Beiträge von docsteel

    Ich hab den Thread aus gegebenen Anlass wieder hervor geholt.
    Zu den beiden verlinkten Meldungen zum Thema Helm bekleben bzw. lackieren ist folgendes anzumerken.
    Beide Meldungen haben vom Inhalt her durchaus das Zeug qualitativ mit einer Gratiszeitung mitzuhalten, denn sie entbehren jeder sachlichen Grundlage.
    Das einzige das man gelten lassen kann, ist dass im Schadensfall ein Verlust der Garantie bzw. Gewährleistung entstehen kann.
    Das kann sich jeder Hersteller natürlich individuell vorbehalten,
    Um diesen Verlust aber geltend zu machen ist ein komplizierter rechtlicher Weg über Juristen und Sachverständige einzuschlagen.
    Präzedenzfall liegt zumindest in Ö derzeit keiner vor.


    Zu den technischen Aspekten:
    Die Behauptung dass der Kleber von Kunststofffolien den Schutzlack am Helm beschädigen kann ist erfundener Blödsinn.
    Das deswegen weil hier von einer mechanischen Schädigung ausgegangen wird.
    Das einzige was mehr theoretisch als praktisch passieren kann ist, dass nach dem Entfernen eines Aufklebers die Lackoberfläche ganz geringfügig matt sein kann.
    Das passiert aber, wenn überhaupt auch nur nach sehr langer Zeit bei gleichzeitiger Einwirkung von Tageslicht mit relativ hohen UV-Anteil.
    Diese Zeitdauer ist aber immer länger, als man im Regelfall sowieso den Helm wechselt.


    Etwas heikler ist die Sache wenns ums lackieren geht.
    Ein Fachbetrieb wird hier kaum Fehler machen, da hier anzunehmen ist dass ausnahmslos die richtigen Lacke verwendet werden.
    Grundsätzlich ist es aber so, dass der aufzubringende Lack die darunter liegende Originallackschicht anlösen muss um zu halten.
    Das passiert aber nur an der unmittelbaren Oberfläche der Lackschicht.
    Die darin enthaltenen Lösungsmittel sind allesamt sehr flüchtig und dringen keinesfalls bis an die eigentliche Materialoberfläche vor.
    Deswegen von einer Materialschwächung zu sprechen ist schlicht idiotisch.
    Natürlich können auch hier Fehler passieren, dann nämlich wenn ein selbsternannter Selfman bspw. zu Nitro-Lack greift,
    wenn der Originallack auf Acryl-Basis ist.
    Den Helm tät ich dann allerdings auch nur mehr zum Faschingsumzug aufsetzen.


    Fazit: Pickts euch drauf was wollts, der Helm wird dadurch ned hin.
    Selber lackieren, sofern man es kann, ist auch kein Thema so lange man den richtigen Lack verwendet und
    der Hersteller deswegen nicht explizit mit Garantie- bzw. Gewährleistungsverlust droht.

    Kann mir bitte jemand einen Lackierer-Betrieb in Wien und südlicher Umgebung empfehlen?
    Meine Anforderung wäre, dass er sauber arbeitet und sich nicht nur auf flächiges lackieren versteht,
    sondern auch verwinkelte Kleinteile sauber hinbekommt.
    Weiters wäre gut zu wissen ob er imstande ist, den Originallack zu beschaffen oder ob man ihn beistellen soll.
    Vielen Dank erstmal...

    weils oben erwähnt wurde...
    Gummigriffe montieren und demontieren funktioniert perfekt, wenn man den Gummi mit einem schraubenzieher anhebt und dann Haarspray dazwischen reinsprüht. Solange sich das Lösungsmittel noch nicht verflüchtigt hat, rutscht der Gummi ganz leicht runter und auch wieder rauf. Ist das Lösungsmittel erst mal weg klebt der Griff bombenfest.
    Sollte man abermals die Griffe entfernen wollen, gehts wieder von vorn wie beim ersten Mal.


    Der Tipp ist so alt, wie die allerersten Kunststoffgriffe bei Fahrradlenkern und in der Radlszene allgemein bekannt.

    Warum will man mit Einsatz von Technik und Geld (ein Mapping gibt's ned gratis) seine Motorleistung verschlechtern?
    Wir setzen alles dran dass unsere Mopeds wie ein Uhrwerk laufen und dann sowas völlig kontraproduktives????
    Das muss ich jetzt nicht verstehen, oder?
    Von mir hättest dazu jedenfalls keinen technischen Tipp bekommen.

    mach mir das motoröl nichts kaputt? sprich kabel oder Karosserie? :unwissend:


    dass da jetzt kein wasser mehr dazu kommt is mir klar, aber das öl is doch aggressiv oder?

    öle enthalten zwar prinzipiell säuren verschiedener art, diese lassen sich aber nur durch titrieren feststellen.
    grundsätzlich wirken öle dieser art eher konservierend als schädigend.
    der säureanteil erstreckt sich in Motorölen (alkene) auf den wässrigen Bereich und ist in diesem fall als nicht relevant zu kalkulieren.
    es gibt zwar öle die Kunststoffe angreifen, im motorenbereich finden diese Verbindungen aber keine Verwendung und kommen nicht vor.

    Aber eine mit so einem Gewinde schon.
    Daher, längere kaufen, Mensch mit Dreher-Kenntnissen und Drehbank suchen, im vorderen Teil Gewinde abdrehen, Kern auf DM bringen und Kugerl übriglassen.

    viel wichtiger ist bei der 125 dass es noch keine euro4 ist.
    schau das du ein euro3 modell bekommst.
    nicht jetzt wegen der unseligen auspuffdiskussion hier im forum, sondern weil die euro3 einfacher zu servicieren ist.

    Nun ja, eine Vespa in mattgelb, womöglich noch mit mattgelben Topcase kann schon für Verwirrung sorgen....


    Beim alten Mutterl z. B.
    "Gehns, sogns is fir mi heit nix dabei? I woart auf an Briaf! Klapacek is mei Name ...ned? ...asoo, se san goar ka Postler?"


    Oder beim älteren Herrn mit den dicken Brillen
    "Herns, sogns wo isn bei den Kastl do da Schlitz? I hätt a Einschreiben! ...ah se san ned vo da Post?

    Um mit Missverständnissen bzw. mangelnden Wissen (auch bei den Händlern) aufzuräumen hier eine kurze Info,
    die ich vom Countrymanager von Akrapovic zu diesem Thema erhalten habe.


    Der Motor der neuen GTS 125 Euro4 ist komplett anders gebaut als bisher.
    Ursprünglich unterschieden sich 125 und 300 nur im Zylinderkopf, Kolben und einigen Details.
    Der neue Euro4 Motor stammt in seinen Grundzügen aber nun von der Medley 125.
    Hier sind alle Anschlüsse für den Akrapovic anders.
    Daraus folgt, dass alle bisher im Handel erhältlichen Euro4 Akras NICHT auf die GTS125 Euro4 passen!
    Die passen nur auf die GTS 300 Euro4, deren Motor diesbezüglich unverändert geblieben ist.
    Oder illegalerweise auf die Euro3 Modelle.
    Das gilt natürlich auch für alle anderen Hersteller wie z. B. Remus etc.


    Der für die GTS125 Euro4 passende Akrapovic musste also von Grund auf neu konstruiert werden und kann bei den Händlern ab Mitte Juni vorbestellt werden.
    Die Auslieferung der ersten Stücke wird dann voraussichtlich lt. Aussage der Firma Akrapovic im August beginnen.
    Akrapovic meinte auch, dass die Händler und unter ihnen auch die großen Stützpunkthändler und Vespa-Spezialisten hierzu leider nicht ausreichend informiert werden konnten, da alle - auch die Hersteller - von den Euro4 Bestimmungen zeitlich etwas überrollt wurden (Zitat: Akrapovic).


    Ich hoffe ich konnte euch mit dieser Info ein wenig helfen und etwas Licht in den Euro3/4-Dschungel bringen.